RSPO

Bereits seit 2005 engagiert sich die Aigremont AG mit konkreten Schritten im Rahmen einer Nachhaltigkeitspolitik, die sowohl dem Wohl unserer Mitbürger als auch allgemein dem Schutz unserer Umwelt verpflichtet ist. Aus dieser Zeit stammt auch das mit erneuerbarer Energie gespeiste Blockheizkraftwerk, das den gesamten Wärme- und Strombedarf des Unternehmens deckt.

rspo_2

So war es für uns selbstverständlich, von Anfang an nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, unsere Margarinen und Fette auf Grundlage von nachhaltigem Palmöl herzustellen, um Raubbau an den Regenwäldern zu vermeiden und den Plantagenarbeitern faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Unter den verfügbaren Möglichkeiten sticht gegenwärtig eine Initiative des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO) besonders hervor. Beim RSPO handelt es sich um eine Organisation, die sowohl von Vertretern der Palmölindustrie als auch von politischen Einrichtungen der Erzeugerländer und von internationalen Organisationen wie dem WWF mit dem Ziel der eindeutigen und lückenlosen Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit von Palmöl aus nachhaltigen Quellen geschaffen wurde.

Da dies die derzeit konkreteste, glaubwürdigste und wirksamste Initiative darstellt, haben wir uns unverzüglich um eine Teilnahme bemüht. Als erste Margarinefabrik haben wir somit im Rahmen einer stringenten Prüfung durch eine unabhängige Stelle die „Supply Chain Certification“ (SCC) erworben. Diese Zertifizierung bescheinigt, dass wir in der Lage sind, unsere Margarinen und sonstigen Fette auf Grundlage von nachhaltig gewonnenem Palmöl herzustellen. Vor allem erlaubt sie es uns, Ihnen Produkte auf Grundlage von „segregiertem“ Palmöl anzubieten, das der strengsten derzeit verfügbaren Zertifizierungsstufe entspricht. Diese setzt eine präzise und spezifische Rückverfolgbarkeit sowie eine räumliche Trennung dieses Öls innerhalb unserer Produktionskette voraus. Im Gegenzug zu diesen sehr strengen Kriterien ermöglicht es uns diese Zertifizierungsstufe, den genauen Anteil an nachhaltigem Palmöl am vertriebenen Produkt auszuweisen. Damit Sie Ihrerseits auf Ihren Verpackungen auf den Einsatz segregierten Palmöls hinweisen können, müssen Sie jedoch auch Ihrerseits denselben SCC-Zertifizierungsprozess durchlaufen, den wir absolviert haben.

Natürlich ist „segregiert“ nicht die einzige zur Verfügung stehende Zertifizierungsstufe innerhalb des RSPO-Systems. Ganz praktisch kann man diese Initiative bereits dadurch unterstützen, dass man ein einfaches Mitglied wird, ohne sich einer Prüfung zu unterziehen, und auf diese Weise lediglich am „Book and Claim“-System teilnimmt. Eine weitere Option besteht darin, eine weniger weitreichende Prüfung abzulegen, um ein „Mass Balance“-Palmöl verwenden zu können. Dieses Massenbilanz-Verfahren ist mit weniger strengen Auflagen für die Produktion verknüpft, bietet jedoch freilich auch nur eingeschränkte Möglichkeiten in puncto Kommunikation. Nähere Informationen zu den verschiedenen Zertifizierungsstufen finden Sie auf der RSPO-Website www.rspo.org.

Über diese Zertifizierung hinaus, bei der es sich schließlich lediglich um einen administrativen Nachweis handelt, fertigen wir zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele schon heute einen Teil unserer Produkte nach Rezepturen, die auf segregiertem Palmöl beruhen. So haben wir als erster Speisefetthersteller ein Bratfett auf den Markt gebracht, für das wir zu 100 % segregiertes Palmöl verwenden. Unser Innovationswille macht bei der technologischen Weiterentwicklung unserer Produkte eben noch längst nicht halt!